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Münzen des Königreichs Westfalen in der Zeit der napoleonischen Kriege


Das Königreich Westfalen wurde am 18.8.1807 per Dekret von Kaiser Napoleon nach dem Friedensvertrag von Tilsit gegründet.

Zum größten Teil bestand es aus ehemals preußischem Besitz, nämlich der Altmark, dem Herzogtum Magdeburg, Hildesheim, Paderborn, Minden, Ravensberg, Halberstadt, Hohenstein, Mansfeld, Eichsfelde, Quedlinburg, Stolberg-Wernigerode, den ehemaligen Reichsstädten Goslar, Mühlhausen, Nordhausen, der Grafschaft Kaunitz-Rietberg. Außerdem wurden dem neuen Königreich zugeschlagen das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel, der größte Teil vom Kurfürstentum Hessen-Kassel, vorübergehend auch das gesamte Kurfürstentum Hannover.

1813, nach der Niederlage Napoleons, wird das von der Hauptstadt Kassel regierte Königreich, das 1810 2,612 Millionen Einwohner auf 45000 Quadratkilometer zählte, auf dem Wiener Kongress aufgelöst, werden die ursprünglichen Landesherren wieder in ihre alten Rechte eingesetzt.<

In den Münzstätten des Königreiches - Kassel, Clausthal und Braunschweig - wurden Münzen nach dem Dezimalsystem des französischen Kaiserreiches geprägt, und zwar Franken und Centimes, aber daneben auch nach dem alten 18-, bzw. 20-Gulden-Fuß Taler und Mariengroschen..

Als Literatur zu den Münzen dieser Zeit empfehle ich für den schnellen Überblick Günter Schön, Jean-Francois Cartier: Weltmünzkatalog des 19. Jahrhunderts, (hier zitiert als "Schön") sowie Arnold, Küthmann, Steinhilber: Großer deutscher  Münzkatalog von 1800 bis heute, (hier zitiert als AKS), dazu krause publications: Standard Catalog of German Coins (hier zitiert als "Krause"), Gerd-Volker Weege: Deutsche Münzen 800 - 2001 (hier zitiert als "Weege") , Gerald Reppa:1000 Jahre Deutsche Münzgeschichte - Vom Denar zum Euro (zitiert als "Reppa")

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Hieronymus Napoleon (1807 - 1813)




3 Centimes, 1809 (Schön, Westphalen 29)





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