Ein Denar von Otto IV und Otto VI, askanische Markgrafen in der Mark Brandenburg

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Askanische Markgrafen in Brandenburg - Denar von Otto IV und Otto V

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MÜNZHERR: Markgraf OTTO IV und OTTO V sowie die anderen Markgrafen beider Linien (1267 - 1308)

Daten: Otto IV, "Mit dem Pfeil", Sohn von Markgraf Johann I, regiert als Vertreter der Johannischen Linie von 1266 - 1308. Otto V, "Der Lange", Sohn von Markgraf Otto III, repräsentiert die Ottonische Linie, regiert als Markgraf von 1267 - 1298. Nach seinem Tod geht die Markgrafenwürde der Ottonischen Linie auf seinen Bruder Albrecht III über. 1300 tritt Hermann, Sohn von Otto V, als Markgraf an die Seite von Otto IV "Mit dem Pfeil". Unter Otto IV erreicht die Markgrafschaft ihre bis dahin größte Ausdehnung, reicht bei seinem Tod 1308 bis in pommersche und mecklenburgische Gebiete.

NOMINAL: Denar

Material: Silber

Gewicht: 0,65 g

Durchmesser: 15 mm

PRÄGEORT: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Berlin (April 1280 erste urkundliche Erwähnung), Brandenburg/Havel und Kyritz.

PRÄGEJAHR: um 1280

Vorderseite: Sitzender Markgraf, in beiden Händen je einen Helm.

Rückseite: Zwei Markgrafen, gemeinsam einen Turm (oder Stab) haltend.

Münzmeister/Stempelschneider: Für Stendal wird 1277 Münzmeister Herbord erwähnt, in Brandenburg/Havel 1286 Münzmeister Rogosen.

Numismatische Besonderheiten: Bahrfeldt ordnete den Denar ebenso wie Weyl nach Weidhas zu den vermeintlichen Prägeherren Johann II, Otto IV und Conrad (1266 - 1281) aus der Johannischen Linie. Nach Dannenberg handelt es sich um einen ca. 1280 in hoher Stückzahl geschlagenen Denar, dessen Münzbild darauf verweist, daß in Brandenburg zwei Askanierlinien gemeinsam die Macht ausüben.

Zeitgenössische Kaufkraft: Nach Dannenberg zwischen zwei und vier Mark.

Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 190; Weyl: "Henckelsche...", Nr. 35; Dannenberg "Denare", Nr. 89

Erhaltung: sehr schön

Gekauft: Fachhandel, 80,- DM