Askanische Markgrafen in Brandenburg - Denar von Johann I und Otto III



Anzeige




Münzherr: Markgraf JOHANN I und Markgraf OTTO III

Historische Daten: Johann I und Otto III, beide ca. 1206/1207 als Söhne von Markgraf Albrecht II geboren, traten 1220 die Regentschaft zunächst unter der Vormundschaft des Erzbischofs von Magdeburg, Albrecht, dann ihrer Mutter Mechthild an. Ca. 1225 übernehmen die beiden Brüder selbst die Regentschaft, weiten dann das askanische Herrschaftsgebiet bis zum Stettiner Haff im Norden und der Netze im Osten aus. Die beiden erhalten den Beinamen "Die Städtegründer". Ca. ab 1258 nehmen sie zur Sicherung der Erbschaftsansprüche ihrer jeweiligen Kinder die Brandenburger Landesteilung - Ottonische und Johannische Linie - vor.

Nominal: Denar
Material: Silber
Gewicht: 0,8 g
Durchmesser: 17 mm

Prägeort: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Brandenburg, Kyritz, Alt- und Neuruppin.
Prägejahr: Um 1260

Vorderseite: Zwischen Flügeln stehender Markgraf, Kreuze oder Zepter in den Händen haltend.
Rückseite: Kreuz im Kreis, darum herum Stadttürme.

Münzmeister/Stempelschneider: In Stendal wirkt 1266 Münzmeister Albert. Für Alt-Ruppin wird 1256 Münzmeister Salomon erwähnt, in Kyritz 1245 Münzmeister Herbold.

Numismatische Besonderheiten:
Bahrfeldt hält Albrecht III (1283 - 1300) für den Prägeherren, sieht Stendal als mögliche Prägestätte. Dannenberg ordnet den Denar zu Johann I und Otto III. Das Münzbild, so Dannenberg, könnte auf die Besitzzugewinne der beiden Markgrafen (Lebus, Uckermark, Neumark, Lehnshoheit über Lübeck) hinweisen. Die Fundhäufigkeit läßt seines Erachtens auf eine hohe Prägezahl schließen.

Erhaltung:
Verprägt nach links; sehr schön.

Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 231; Dannenberg "Denare", Nr. 66
Gekauft: Fachhandel


Anzeige






>