Askanische Markgrafen in Brandenburg - Denar von Waldemar, der Große



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Müzherr: Markgraf WALDEMAR, der Große und Interregnum (1308 - 1323)

Historische Daten: Waldemar trat 1303 als Mitregent seines Vaters Conrad für die johannische Linie in die Regierung von Otto IV, seinem Onkel. Nach dem Tod von Otto IV 1308 herrschte er weitgehend allein. Kurzfristig erreicht die askanische Markgrafschaft ihre größte Ausdehnung. Waldemars noch minderjähriger Mitregent, der Ottone Johann V, starb 1317. Waldemar starb 1319, ohne einen Erben zu hinterlassen. Zunächst regierte Waldemars Witwe Agnes, die sich noch 1319 mit dem Braunschweigischen Herzog Otto verheiratete. Aber auch dadurch konnte sie den Zerfall der Markgrafschaft nicht verhindern.

Nominal: Denar
Material: Silber
Gewicht: 0,7 g
Durchmesser: 14 mm

Prägeort: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Berlin, Brandenburg/H., Kyritz, Prenzlau, Königsberg/N., Beeskow und Guben.
Prägejahr: um 1315 bis 1318

Vorderseite: Stehender geflügelter Markgraf
Rückseite: Stilisierte Lindenblätter in Bögen

Münzmeister/Stempelschneider: 1314 ist Heinrich Schöplitz Münzschreiber in Stendal. Rudolf ist Münzmeister in Brandenburg zumindest von 1306 bis 1320. In Prenzlau werden 1309 die Münzmeister Heinrich v. Ergestädt, Johann v. Ergestädt und Nicolaus v. Berlin genannt, 1311 dann Heise Brand.

Numismatische Besonderheiten:
Laut Bahrfeldt ist der Denar eine bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts geprägte leichte Handelsmünze für den Verkehr mit Polen; Dannenberg ordnet ihn in der Zeit von Waldemar ein.

Erhaltung:
schön.

Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 557; Dannenberg "Denare", Nr. 167
Gekauft: Fachhandel, 9.7.1999, 95,- DM


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