Askanische Markgrafen in Brandenburg - Denar von Waldemar, der Große/Markgraf Heinrich



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Münzherr: Markgraf WALDEMAR, der Große und Interregnum (1308 - 1323), hier Markgraf HEINRICH II

Historische Daten: Waldemar trat 1303 als Mitregent seines Vaters Conrad für die johannische Linie in die Regierung von Otto IV, seinem Onkel. Nach dem Tod von Otto IV 1308 herrschte er weitgehend allein. Kurzfristig erreicht die askanische Markgrafschaft ihre größte Ausdehnung. Waldemars noch minderjähriger Mitregent, der Ottone Johann V, starb 1317. Waldemar starb 1319, ohne einen Erben zu hinterlassen. Zunächst regierte Waldemars Witwe Agnes, die sich noch 1319 mit dem Braunschweigischen Herzog Otto verheiratete. Aber auch dadurch konnte sie den Zerfall der Markgrafschaft nicht verhindern. 1319/1320 herrscht Heinrich II als letzter Markgraf der Askanier. Prignitz, Uckermark und Neumark fallen an nördliche Nachbarn.

Nominal: Denar
Material: Silber
Gewicht: 0,52 g
Durchmesser: 13 mm

Prägeort: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Berlin, Brandenburg/H., möglicherweise noch Kyritz, Prenzlau, sowie Beeskow, Guben und Luckau.
Prägejahr: nach 1320, evtl. erst Mitte 14. Jahrhundert

Vorderseite: Stehender Markgraf , in jeder Hand eine Pflanze haltend
Rückseite: Pflanze mit zwei Blütenstengeln, umgeben von Adlerköpfen und Helm

Münzmeister/Stempelschneider: Heinrich Schöplitz wird 1314 als Münzmeister in Stendal erwähnt. 1320 wirkt in Brandenburg/H. Münzmeister Rudolf.

Numismatische Besonderheiten:
Bahrfeldt erwähnt das Stück gar nicht, Dannenberg erklärt es zur Zwitterprägung, einem Nachschlag, der vermutlich in die letzte Periode der Askanier fällt, evtl. aber auch erst in der Mitte des 14. Jahrhunderts geprägt worden sein könnte.

Erhaltung:
schön

Literatur: Dannenberg 180
Gekauft: ebay, 15,- Euro, Januar 2005.


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