Slawische Münzen in Brandenburg - Dünnpfennig von Przibislaw-Heinrich



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Münzherr: Przibislaw-Heinrich, Fürst von Brandenburg
Provinz/Region: Siedlungsgebiet der Heveller mit der Festung Brandenburg (Brennaburg) als Zentrum
Historische Daten: Przibislaw (auch Pribislawa, Przebislaus oder Primislaus) regierte als Fürst (Knaes) der Heveller in Brandenburg und tritt mit seiner Frau Petrissa zwischen 1127 und 1130 zum Christentum über. Danach führt er den Namen Heinrich. Przibislaw-Heinrich setzt ca. gegen 1136 den Askanier Albrech den Bären als Erben ein und legt damit die rechtliche Grundlage für die spätere Askanierherrschaft in Brandenburg. Die früheste überlieferte Urkunde, in der Heinrich erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1145. Heinrich stirbt 1150 und wird in Brandenburg begraben.

Nominal: Dünnpfennig
Material: Silber
Gewicht: 0,8 g
Durchmesser: 22 mm
Prägejahr: Nach 1127, dem Übertritt von Przibislaw zum Christentum

Vorderseite:
Nach rechts reitender Fürst (auf dem vorliegenden Exemplar nur schwach erkennbar), mit Fahne oder Lanze, dazu nach Bahrfeldt die Umschrift SVCIRNIEH (nicht erkennbar auf vorliegendem Exemplar)
Rückseite: Gebäude mit vier Türmen, vermutlich eine Burg (die Brandenburg?) darstellend. Dazu Umschrift laut Bahrfeldt: CRVBEDNARB


Numismatische Besonderheiten:
Folgt man der Bahrfeldtschen Chronologie, handelt es sich bei diesem Münztyp um den ersten, der überhaupt in Brandenburg geprägt wurde. Tatsächlich waren die Numismatiker des 19. Jahrhunderts an der Erforschung der eigenständigen Geschichte der Slawen in Brandenburg nur wenig interessiert.

Erhaltung:
Vorderseite nur schwach, Rückseite sehr schön

Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 1b
Gekauft: Fachhandel, 180 Mark


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