Wittelsbacher Markgrafen in Brandenburg - Kleiner Denar von Ludwig I, der Bayer (der Ãltere)



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Münzherr: Markgraf LUDWIG I, der Bayer bzw. der Ãltere ( 1323/24 - 1315)

Historische Daten: Ludwig I, ca. 1315 als Sohn des deutschen Königs Ludwig IV aus dem Hause Wittelsbach geboren, wurde von seinem Vater 1323 mit der Mark Brandenburg belehnt. Ludwig I regiert als Markgraf von 1323 zunächst unter Vormundschaft des mit den Askaniern verwandten Grafen Berthold von Henneberg, ab 1333 dann selbständig. Zunächst werden die verlorenen Landesteile der Markgrafschaft zwar zurückgewonnen. Doch nach erheblichen Schwierigkeiten auch im Zusammenhang mit dem Auftritt des "falschen Waldemar" 1348 muss Ludwig I 1351 zugunsten seines jüngeren Bruders Ludwig II zurücktreten.

Nominal: Kleiner Denar
Material: Silber
Gewicht: 0,75 g
Durchmesser: 14 mm

Prägeort: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Berlin , Brandenburg/H., möglicherweise auch Kyritz, Prenzlau, Königsberg/N.
Prägejahr: Um 1325.

Vorderseite: Stehender Markgraf zwischen vier Rosetten.
Rückseite: Zwei Kuppeltürme (hier wg. Verprägung nur rechter Turm auf Münze), in der Mitte Adlerkopf?

Münzmeister/Stempelschneider: Für Kyritz werden 1333 die Münzpächter Heinrich von Moringen und Eberhard von Schönhausen erwähnt, für Stendal ebenfalls 1333 Heinrich Falke, Arnold, Arnold Billenwerde und Adam von Grabow, Brandenburg nennt 1322 Albert Wokkensteyl, 1333 als Münzpächter Nikolaus Beckerer, Albert Bringeneu, Hildebrand und Johann Weinhus

Numismatische Besonderheiten:
Dannenberg sieht den Kleinen Denar als möglicherweise für die Niederlausitz geprägt, verweist auf die häufige Verwechselung mit dem Typ "Dannenberg 191".

Erhaltung:
schön

Literatur: Bahrfeldt I, Nr.605; Dannenberg "Denare", Nr. 194
Gekauft: bay-Auktion,Februar 2008, 18,28 Euro


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