Ein Denar von Ludwig I, der Bayer, wittelsbacher Markgraf in der Mark Brandenburg, geprägt zwischen 1345 und 1350

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Wittelsbacher und luxemburger  Markgrafen in Brandenburg - Ludwig I, Denar

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MÜNZHERR: Markgraf LUDWIG I, der Bayer

Daten: Ludwig I, ca. 1315 als Sohn des deutschen Königs Ludwig IV aus dem Hause Wittelsbach geboren, wurde von seinem Vater 1323 mit der Mark Brandenburg belehnt. Ludwig I regiert als Markgraf von 1323 zunächst unter Vormundschaft des mit den Askaniern verwandten Grafen Berthold von Henneberg, ab 1333 dann selbständig. Zunächst werden die verlorenen Landesteile der Markgrafschaft zwar zurückgewonnen. Doch nach erheblichen Schwierigkeiten auch im Zusammenhang mit dem Auftritt des "falschen Waldemar" 1348 muss Ludwig I 1351 zugunsten seines jüngeren Bruders Ludwig II zurücktreten.

NOMINAL: Denar

Material: Silber

Gewicht: 0,6 g

Durchmesser: 14 mm

PRÄGEORT: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Berlin, Brandenburg/H., Kyritz, Königsberg/N., Beeskow, Guben, Lukau

PRÄGEJAHR: zwischen 1345 und 1350

Vorderseite: Stehender Markgraf zwischen insgesamt vier Sternen

Rückseite: Vier Lanzenspitzen bilden ein Kreuz, dazwischen Punkte

Münzmeister/Stempelschneider: Für Kyritz werden 1343 die Münzpächter Nicolaus Bismark, Nicolaus Günther sowie Beringer, Conrad, Engelbert und Hoyer Hidde erwähnt. Jakob Schwt ist 1345 Münzmeister und Pächter in Königsberg.

Numismatische Besonderheiten: Für Bahrfeldt handelt es sich um einen  "unbestimmten Denar" aus der Zeit der letzten Askanier. Dannenberg ordnet ihn nach dem prägezeitbestimmenden Fund von Aschersleben in die Periode 1345/50 und damit zu Ludwig I. Auch Weyl ordnete ihn bereits nach Weidhas zu Ludwig I.

Zeitgenössische Kaufkraft: Nach Dannenberg zwischen ein und zwei Euro

Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 615, Dannenberg“Denare“, Nr. 230. Weyl 77   

Erhaltung: Sehr schön

Gekauft: ebay-Auktion, Februar 2004, 6,55 Euro