Wittelsbacher bzw. luxemburger Markgrafen in Brandenburg - "Ewiger Pfennig" von Berlin unter Markrgaf Otto VIII oder Wenzel



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Münzherr: Der RAT der STADT BERLIN unter Markgraf OTTO VIII oder Markgraf WENZEL

Historische Daten: 1369 kaufte die Stadt von Markgraf Otto VIII das Recht zur Münzprägung. Dieses Recht wurde zumindest noch unter dem luxemburger Markgrafen und Kurfürsten Wenzel (1373 - 1378) umgesetzt

Nominal: Denar, "Ewiger Pfennig"
Material: Silber
Gewicht: 0,6 g
Durchmesser: 15 mm

Prägeort: Berlin, städtische Münze (vermutlich)
Prägejahr: um 1370/1374

Vorderseite: Markgraf mit Lanze und zum Boden geneigten Schwert.
Rückseite: Bär auf allen vier Pfoten stehend (oder laufend), nach links.

Müzmeister/Stempelschneider: Möglicherweise Thilo von Bruck, der bereits 1356 als Berliner Münzmeister erwähnt wird.

Numismatische Besonderheiten:
Das Landbuch von Kaiser Karl IV stellt 1375 fest, daß acht Berliner Pfennige einem böhmischen Groschen entsprechen; 544 Berliner Pfennige gehen auf die "feine Mark"; 16 Pfennige gehen auf einen brandenburgischen Schilling. Innerhalb der Mark Brandenburg scheint der Berliner Pfennig kein hohes Ansehen zu haben: Vier Berliner Pfennige haben den Wert von drei Brandenburger Pfennigen. Als "ewiger Pfennig" war der Berliner Pfennig aber nicht der jährlichen Münzverrufung unterworfen. Allerdings wird in der jüngeren Literatur (Dannenberg) angezweifelt, ob bereits dieser Denar oder nicht lediglich der für ca. 100 Jahre geschlagene Helmpfennig als der eigentliche Berliner "ewige Pfennig" anzusehen ist.

Erhaltung:
sehr schön

Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 626; Weyl: "Henckelsche...", Nr. 100; Dannenberg, "Denare", Nr. 261; Heinz Fengler: "700 Jahre Münzprägung in Berlin", Verlag Deutscher Wissenschaften, Berlin (DDR) 1975, S. 18f.
Gekauft: Fachhandel, 110,- DM


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