Wittelsbacher Markgrafen in Brandenburg - Denar von Otto VIII, der Bayer (der Faulige)



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Münzherr: Markgraf OTTO VIII, der Faulige (1360 - 1373)

Historische Daten: Otto VIII, geboren ca. 1341, wird in Brandenburg 1360 Mitregent seines Bruders Ludwig II, ist nach dessen Tod 1365 alleiniger Markgraf. Wegen einer Krankheit wird er"der Faulige" genannt. 1373 muss der letzte Markgraf aus dem Haus der Wittelsbacher zugunsten der kaiserlichen Familie der Luxemburger abdanken. Otto VIII stirbt 1379 in Landshut.

Nominal: Denar
Material: Silber
Gewicht: 0,6 g
Durchmesser: 15 mm

Prägeort: Münzstätten in Salzwedel, Stendal, Berlin, Brandenburg/H., Kyritz, Prenzlau, Königsberg/N. oder Bärwalde, möglicherweise Beeskow, Guben und Luckau.
Prägejahr: um 1365

Vorderseite: Stehender Markgraf, oben links und rechts jeweils ein Adlerkopf, zu Füßen des Markgrafen jeweils ein sechsstrahliger Stern.
Rückseite: Sechs Blüten mit jeweils drei Blättern, um einen Punkt in der Mitte angeordnet.

Müzmeister/Stempelschneider: In Kyritz wird 1356 Münzmeister Bruno genannt. Hermann von Dalen ist 1360 Münzmeister in Stendal. In Brandenburg/H. werden 1356 die Münzmeister Werner v. Luchin und Merse aufgeführt, in Prenzalu ebenfalls 1356 Heise Brand. In Königsberg ist 1356 Nicolaus Lyst Münzmeister und Münzpächter, Bruno Goldschmidt Münzpächter. Thilo v. Bruck ist 1356 Münzmeister in Berlin.

Numismatische Besonderheiten:
Bahrfeldt reiht das Stück in die Reihe der "unbestimmten Prägungen" der Wittelsbacher Periode. Dannenberg sieht ihn um 1365 geprägt, in der ersten Zeit der Alleinregierung von Otto VIII.

Erhaltung:
sehr schön

Literatur: Bahrfeldt I, Nr. 691, Dannenberg "Denare", Nr. 254
Gekauft: Fachhandel, 10.6.1997, 50,- DM.


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