Eine historisch gegliederte Sammlung brandenburgischer Münzen - von den Slawen und Askaniern bis zur Zeit Preußens...

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Numismatik: Die Münzen Brandenburgs von der frühen Markgrafenzeit bis zur Herrschaft der Letzeburger 

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Inhalt: 
Die Provinzen der Mark Brandenburg 
Anonyme Prägungen vor der Markgrafen-Zeit 
Slawische Herrscher

Die Askanischen Markgrafen

Die Wittelsbacher Markgrafen und Kurfürsten

Die Luxemburger Markgrafen und Kurfürsten

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Eine historisch gegliederten Sammlung brandenburgischer Münzen aus der Zeit vor der Gründung des Königreichs Preußen im Jahre 1701 führt uns in eines der ärmsten und am dünnsten besiedelten Herrschaftsgebiete am östlichen Rand des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, in  ein Land, das für Jahrhunderte zwischen deutschen und slawischen Bevölkerungsteilen hart umkämpft ist.

Allerdings sind die Grenzen dieses historischen Brandenburgs nicht mit dem modernen Bundesland identisch.

Die ursprüngliche Mark Brandenburg der Markgrafen gliederte sich zunächst in folgende Provinzen:

Mittelmark, ursprünglich Neumark genannt. Unter dem Namen Neumark wurden 1348 die Landstriche Barnim, Havelland, Zauche, Teltow und Lebus zusammengefasst. Münzen geprägt werden in der Mittelmark in Alt-Ruppin (1256 erstmals erwähnt), Berlin (seit 1280 nachweisbar), Frankfurt (früheste Urkunde allerdings erst von 1365), Spandau (1319), Brandenburg (1286), Görzke (1293) und Lebus (1252).

Altmark: Die ursprüngliche Bezeichnung dieser Region lautet noch auf "Marchia"; 1324 taucht erstmals die Bezeichnung Altmark auf, noch später die Bezeichnung "Marchia transalbeana". Zur Altmark gehören Stendal, im Zusammenhang mit Münzprägung erstmals 1232 erwähnt, und Salzwedel, erste Erwähnung 1239.

Priegnitz, bis ins 14. Jahrhundert als "Terra Havelberg" bezeichnet. Dazu gehören die Städte Kyritz und Perleberg. Ein urkundlicher Hinweis auf eine Münzstätte in Kyritz stammt aus dem Jahr 1245, Perleberg taucht 1347 urkundlich auf.

Uckermark: Die Ukrani waren ein wendischer Volksstamm, die hier im 10. Jahrhundert siedelten. Die Bezeichnung "Ucra" ist erstmals für 1158 nachgewiesen, im 15. Jahrhundert setzt sich der Name Uckermark durch. Zur Uckermark gehören Prenzlau, 1309 als Prägestätte erwähnt, Lychen sowie Schwedt. Eine Münzstätte für Lychen ist ab 1302 nachgewiesen, in Schwedt schon 1281.

Neumark, als Terra transoderana 1266 erstmals als Besitz der brandenburgischen Markgrafen erwähnt. Zur Neumark zählen die Prägestätten Königsberg (1335), Morin (1352), Baerwalde (1353) und Soldin (vor 1340).

Niederlausitz: Hierzu gehören Beeskow (1314 erwähnt als Prägestätte der Herren von Strele), Guben (1311), Luckau (1321) und Spremberg (1397).

Die historische Entwicklung verlief auch nicht linear: Gebietsgewinnen standen Abtretungen oder Verluste gegenüber - und mitunter auch die Verpfändung ganzer Regionen.

Wie mächtig die Markgrafen waren, ob sie tatsächlich über die uneingeschränkte Herrschaft verfügten, wurde zur Streitfrage der Historiker. Jedenfalls sprachen viele Forscher auch den kirchlichen und weltlichen Herren erheblichen Einfluss zu, sogar - wahrscheinlich irrtümlich - das Münzrecht. Städte wie Berlin, Frankfurt und andere treten aber ab der Herrschaftszeit der bayerischen Markgrafen in der Mark Brandenburg tatsächlich mit eigener Münzprägung auf.

Im wesentlichen lassen sich die Münzen der frühen Mark Brandenburg  in folgende Hauptabteilungen gliedern:

1) Anonyme Prägungen vor der Markgrafen-Zeit

Nach der Sicherung der Elbe als Ostgrenze des Deutschen Reiches durch Karl den Großen um 800 kam es zur Ostkolonisierung auch der späteren Mark Brandenburg, die seit ca. 500 durch die slawischen Völker Obotriten, Liutizen, Heveller und Sorben besiedelt worden war. 928 wird erstmals die Festung Brennabor (Brandenburg) erobert. Von dort startet die bis zur Oder reichende Slawenmission. 946 wird das Bistum Havelberg gegründet, 948 folgt das Bistum Brandenburg. Der Slawenaufstand von 983 führt dazu, dass diese Gebiete für das Deutsche Reich zunächst wieder verloren gehen.

Denar, 1,30 g schwer, mit Tempel und Kreuz

Im Umlauf waren vor allem Denare, bzw. Brakteaten aus Magdeburg und Goslar. Für diese Gepräge gilt die Münzordnung Kaiser Karls des Großen, wonach aus einem Gewichtspfund Silber (damals 367,2 g) 240 Pfennige zu prägen sind. Der Pfennig (bzw. Denar oder Brakteat) sollte demnach ein Gewicht von 1,53 g vorweisen.

2) Slawische Herrscher

Przibislaw Heinrich, Regierungszeit 1127 -1150. Der Fürst (Kaes) der Heveller tritt nach seiner Regierungsübernahme zum Christentum über, setzt dann ca. 1136 Albrecht den Bären zu seinem Nachfolger ein.

Dünnpfennig von Przibislaw, 0,83 g; Fürst mit Fahne; RS viertürmiges Gebäude 

Die Dünnpfennige von Przibislaw Heinrich liegen mit ihren durchschnittlich knapp über 0,8 g bereits deutlich unter dem Gewicht, den sie nach der Münzverordnung Karls des Großen haben sollten.

Jakza, Fürst (Kaes) von Köpenick, um 1157. Der Verwandte von Przibislaw Heinrich erkennt dessen Erbfolge zugunsten Albrechts nicht an, erobert vorübergehend die Festung Brandenburg.

Jakzas Münzen wiegen in der Regel unter 0,8 g.

3) Die Askanischen Markgrafen

Nach Bahrfeldt und vor allem nach Dannenberg lassen sich die Münzen der askanischen Zeit folgenden Prägeherren zuordnen:

Albrecht I, der Bär; geboren vermutlich noch vor 1100, Markgraf der Ostmark von 1124 - 1131, Markgraf der Nordmark von 1134 - 1170. Tritt 1150 das Erbe des slawischen Fürsten Przibislaw Heinrich an. Nach siegreicher Auseinandersetzung mit Jakza herrscht Albrecht I. als Markgraf der Mark Brandenburg von 1157 - 1170 (+).

Brakteat von Albrecht I

Theoretisch galt zumindest noch für die ersten Münzen der Askanier die Münzordnung Karls des Großen. Allerdings hatten bereits unter Albrecht die ersten askanischen Münzen kaum mehr als 1g aufzuweisen. Geprägt werden unter Albrecht und seinem Nachfolger Brakteaten.

Auf Albrecht folgte als Markgraf dann sein Sohn

Otto I; geboren ca. 1125, Markgraf von 1170 - 1184 (+). 1180 wird beim Sturz von Heinrich dem Löwen die Altmark aus dem sächsischen Lehnsverband herausgelöst und den Askaniern übertragen.

Die Nachfolge von Otto I als Markgraf ging wiederum auf den ältestes Sohn, nämlich

Otto II; geboren ca. 1155, Markgraf von 1184 - 1205. Der religiös veranlagte Otto II vermacht den askanischen Eigenbesitz 1196 an das Erzbistum Magdeburg, erhält ihn dann aber als Lehen zurück. Um 1290 stiftet Otto II das Zisterzienserkloster Lehnin. Nach dem Tod von Heinrich, Graf von Gardelegen, seinem Bruder, kommt es zur Fehde Ottos mit seinem Halbbruder Albrecht, der sich gegen den Markgrafen auflehnt.

Brakteat von Otto II, 0,85 g, Stendal

Unter Otto II werden in Salzwedel nach leichtem Fuß - 0,55 g - und in Brandenburg/Havel. sowie Stendal nach schwerem Fuß Brakteaten geprägt. In Salzwedel werden auch Denare geschlagen.

Heinrich, der Bruder von Otto II, offensichtlich für ein kirchliches Amt vorgesehen, das er durch seinen frühen Tod aber nicht antreten konnte, regierte als Graf von Gardelegen im südlichen Teil der Altmark um Tangermünde, Stendal und Gardelegen von 1184 - 1192 (+).

Albrecht II; geboren ca. 1174 als Sohn Markgraf Otto I, wird zunächst 1186 Graf von Arneburg, nach dem Tod seines mit ihm verfeindeten Bruders Otto II Markgraf schließlich von 1205 - 1220 (+). Albrecht expandiert nach Osten, baut den brandenburgischen Einfluss im Barnim und in der Prignitz aus.

Möglicherweise für den Handel mit den östlichen Nachbarn werden verstärkt Denare geschlagen, und zwar nach Dannenberg in Stendal und Brandenburg/Havel.

Denar aus der Zeit von Johann I und Otto III, um 1260, 0.6 g

Die Albrecht-Söhne

Johann I und Otto III, beide ca. 1206/1207 geboren, regierten als Markgrafen gemeinsam von 1220 - 1266/67. Um 1258 beginnen die beiden Markgrafen, ihre Besitztümer aufzuteilen, um den jeweiligen Nachkommen ihre Rechte, vor allem die Einnahmen aus den Ländern zu sichern. Die "Ottonische Linie" erhält bei dieser Teilung Salzwedel, Arneburg, Seehausen und die Grafschaft Lüchow, Perleberg, Jerichow, Plauen, Neustadt-Brandenburg, Mittenwalde, Spandau, Berlin, Fürstenwalde, Frankfurt, Strausberg, Eberswalde, Küstrin, Vogtei Drossen, Landsberg, Soldin, Bärwalde, Schiefelbein. An die "Johannische Linie" fallen Stendal, dazu gehörten ihr Tangermünde, Gardelegen, Osterburg, Werben, Wittstock, Kyritz, Havelberg, Rathenow, Wusterhausen, Grafschaft Ruppin, Altstadt-Brandenburg, Müncheberg, Lychen, Prenzlau, Schwedt, Königsberg, Morin und Arnswalde. Beide Linien üben jedoch die Macht in der Macht Brandenburg gemeinsam aus. Johann I stirbt 1266, Otto III 1267.

Denar aus der Zeit von Otto IV und Otto V, um 1280. 0,65 g

Otto IV, "Mit dem Pfeil" und Otto V, der Lange und andere, ca. 1265 - 1308: Als Vertreter der Johannischen Linie regierte Otto IV, Sohn von Johann I, von 1266 bis 1308. Er machte sich als Ritter und Minnesänger einen Namen, streitet vor allem im Magdeburger Raum um neue Einflussgebiete. Im Sommer 1278 wurde er bei einer Schlacht am Kopf von einem Pfeil getroffen, erhält daher seinen Beinamen. Otto V, Sohn von Otto III und damit Vertreter der Ottonen, fungiert als Markgraf von 1267 bis 1283. Er erwirbt die Lande Bautzen und Görlitz für die Mark Brandenburg, wird 1283 Regent in Böhmen bis 1298 (+). Albrecht III, Sohn von Otto III, übernimmt 1283 in Brandenburg die Markrafenwürde seines Bruders Otto V, regiert bis 1300. Dann tritt Herrmann, Sohn von Otto V, als mitregierender Markgraf an die Seite von Otto IV "Mit dem Pfeil". Beim Tod von Otto IV 1308 hat die Mark Brandenburg ihre bis dahin größte territoriale Ausdehnung erreicht, geht bis in pommersche und mecklenburgische Gebiete. Nach seinem Tod setzt der Abschwung ein.

Denar von Waldemar, um 1315, 0,6 g

Waldemar, Der Große und Interregnum, 1308 - 1323: Waldemar, Sohn Conrads und Vertreter der Johannischen Linie, wird bereits 1303 als Mitregent seines Vaters (neben Otto IV) erwähnt, wird dann 1308 Markgraf und regiert nach dem Ableben des ottonischen Markgrafen Johann V allein bis zu seinem Tod am 14.8.1319. Unter Waldemar erreicht die Markgrafschaft ihre bisher größte territoriale Ausbreitung. Allerdings musste Waldemar zur Finanzierung seiner Ziele bereits markgräfliche Rechte und Territorien verpfänden. 

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts ist der Denar die einzige in Brandenburg geschlagene Münze. Bahrfeldt vermutete, dass die Städte unterschiedliche Münzen prägen ließen, der Umlauf im wesentlichen auf den jeweiligen Münzbezirk beschränkt blieb. Außerdem nahm Bahrfeldt an, dass neben den Markgrafen auch weltliche Herren und vor allem Bischöfe als eigenständige Münzherren auftraten. Diese Auffassung blieb fast 100 Jahre lang die vorherrschende Hypothese der Numismatik. Dannenberg gelangte schließlich nach der Auswertung weiterer Funde zu dem Schluss, dass die Denare jeweils ein Jahr lang in sämtlichen Münzstätten Brandenburgs identisch geprägt wurden, dann im darauffolgenden Jahr gegen den neuen Denar umgetauscht werden musste. Die Kaufkraft des Denares entspricht seiner Einschätzung nach - mit Schwankungen - das 13. und 14. Jahrhundert hindurch etwa der Kaufkraft von zwei bis vier DM unserer Zeit. Der jährliche Münzumtausch führte allerdings zu einer regelmäßigen Verschlechterung der Münze. Gegen diesen Verfall waren auch die regelmäßigen Erlasse langfristig nutzlos. Waldemar ordnet 1309 für die Münze in Prenzlau an, dass aus einer feinen Mark Silber 363 Pfennig geschlagen werden sollen - nach der alten Münzordnung von Karl dem Großen waren es noch 240 gewesen.

4) Die Wittelsbacher Markgrafen und Kurfürsten

Ludwig I, der Bayer, geboren ca. 1315, Markgraf in Brandenburg von 1323 - 1351, erwirbt die abgefallenen Landesteile wieder zurück, gerät aber ab 1348 durch das Auftreten des "falschen Waldemar" zunehmend in Schwierigkeiten.

Denar von Ludwig I, um 1330/35, 0,55 g

Die Zahl der Pfennige pro feiner Mark werden allmählich auf 384 erhöht. Ludwig bietet 1345 den Ständen an, die jährliche Münzverrufung und den damit verbundenen Münzumtausch, der die Betroffenen immerhin jedesmal ein Viertel ihrer Barschaft kostete (für 100 alte Pfennige gab es im Schnitt nur 75 neue) , zu beenden. Allerdings will er im Gegenzug die Stückzahl der Pfennige pro feiner Mark auf 768 erhöhen. Damit setzt er sich nicht durch, aber aus der "rauen Mark" werden kurz darauf bereits 420 Pfennige geprägt.

Ludwig I wird schließlich abgelöst durch seinen 1330 geborenen Bruder

Ludwig II, der Römer, der die Mark Brandenburg von 1351 - 1365 zunächst als Markgraf, ab 1356 zusätzlich mit der vom Kaiser wieder bestätigten Kurfürstenwürde regiert. 1360 nimmt Ludwig II seinen jüngeren Bruder und späteren Nachfolger Otto VIII als Mitregenten in die Brandenburger Regierung.

Denar von Ludwig I, um 1350, 0,5 g

Unter Ludwig II sinkt der Wert des Pfennigs zeitweise auf den 480. Teil einer Mark.

Otto VIII, der Faule, geboren ca. 1341, regiert nach dem Tod Ludwigs von 1365 - 1373, wo er zugunsten der kaiserlichen Familie der Luxemburger abdankt.

Denar von Otto VIII, ca. 1370/75, 0,6g

Von ständiger Geldnot getrieben verkauft Otto VIII an die Städte Berlin und Frankfurt sowie an die altmärkischen Stände in Stendal das regionale Münzrecht.

Nach vorherrschender Meinung "Ewiger Pfennig" Berlins, ca. 1370, 0,6g

Otto VIII, Wenzel (bereits Luxemburger Haus), 1365 - 1378: In diese Periode fallen die städtischen Prägungen der "Ewigen Pfennige".

5) Die Luxemburger Markgrafen und Kurfürsten

Wenzel, 1361 als Sohn von Kaiser Karl IV geboren, regiert unter der Vormundschaft seines Vaters als erster Luxemburger in der Mark von 1373 - 1378. Er dankt ab zugunsten seines Bruders

Sigismund, geboren 1368, der die Mark Brandenburg von 1378 - 1388 regiert, sie dann verpfändet an

Jost von Mähren, Sohn von Johann Heinrich, Markgraf von Mähren. Der regiert von 1388 - 1410, zunächst als Pfandherr, ab 1397 auch als Markgraf.

Denar von Wenzel, um 1375, 0,65 g

Das wirtschaftliche Leben als auch das Münzwesen in der Markgrafschaft erreicht einen neuen Tiefpunkt.

Als Literatur für die Brandenburgische Münzgeschichte wurden benutzt:

Die von Emil Bahrfeldt in seinem dreibändigen Werk "Das Münzwesen der Mark Brandenburg" (Berlin, 1889; Reprint durch "Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik", Leipzig 1980) vorgenommene Katalogisierung bietet zwar nach wie vor die einzige umfassende Orientierungshilfe, kann aber nicht lückenlos übernommen werden, da neuere Funde andere Zuordnungen als bei Bahrfeldt erfordern. 

Hans-Dieter Dannenberg listet in seinem Katalog "Die Brandenburgischen Denare des 13. und 14. Jahrhunderts" (Numismatische Gesellschaft zu Berlin, 1977) für den genannten Zeitraum 361 Münzen auf, die er größtenteils exakt zuordnen kann.

Fritz Rudolf Künker Münzenhandlung: Münzen und Medaillen von Brandenburg-Preußen; Katalog zur 37. Auktion 13. März 1997 gibt einen Überblick vor allem über die Zeit vor den Markgrafen.

Der von Adolph Weyl bearbeitete Katalog "Die Paul Henckelsche Sammlung Brandenburg-preußischer Münzen und Medaillen" (Berlin 1876; Reprint 1987 durch transpress, Berlin-DDR) zitiert bei den Zuordnungen vor allem J. F. Weidhas "Die Brandenburger Denare von Heinrich bis auf Friedrich I" (Berlin, 1855).