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Münzen der deutschen Kolonien - Deutsch-Ostafrika -

in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs 1871 bis 1918


1884 ließ sich der deutsche Kaufmann Karl Peters im Abkommen von Usambara von einheimischen Stammesfürsten "Hoheitsrechte" übertragen. Die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft erwarb ebenfalls von Stammeshäuptlingen ein Jahr größere Territorien.

1886 wurde Ostafrika durch das deutsch-britische Abkommen zwischen den beteiligten Mächten in Einflusszonen aufgeteilt, wobei dem Sultan von Sansibar zunächst noch ein Küstenstreifen auf dem Festland zugesprochen wurde, auf den er aber 1888 verzichtete. Aufstände der Einheimischen gegen die deutsche Vorherrschaft führten dazu, dass das gesamte Gebiet 1891 zum "Schutzgebiet" erklärt wurde.

1907 wurde eine "zivile" Kolonialverwaltung eingerichtet.

Nach dem ersten Weltkrieg verlor Deutschland auch seine Kolonie Deutsch-Ostafrika, musste sie an den Völkerbund abtreten, der sie nun unter dem Namen Tanganyika Territory als britische Kolonie führte.

Hauptstadt des 1914 rund 995.000 Quadratkilometer großen Territoriums Deutsch-Ostafrika war Daressalam. Das Land zählte und 7.650.000 Einwohner. Während des Weltkrieges verlegte die deutsche Kolonialverwaltung ihren Sitz nach Tabora.

Münzstätten für Deutsch-Ostafrika waren Berlin und Hamburg. 1916 wurden während des Krieges in Tabora Notmünzen geprägt. Der in Ostafrika verbreitete Maria-Theresia-Taler entsprach zwei Rupien. Die Rupie wurde 1899 zu 1,37 Reichsmark gerechnet.

Als Literatur zu den Münzen dieser Zeit empfehle ich Günter Schön, Gerhard Schön: Kleiner Deutscher Münzkatalog von 1871 bis heute (hier zitiert als "Schön") sowie Arnold, Küthmann, Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute (hier zitiert als AKS).


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Münzen der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft



1 Pesa, 1892 (Schön, Deutsch-Ostafrika 01)




Münzen des Auswärtigen Amtes



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1 Heller, 1904 (Schön, Deutsch-Ostafrika 06)






1 Rupie, 1905 (Schön, Deutsch-Ostafrika 13)



Notprägungen Tabora




20 Heller, 1916, Schön, Deutsch-Ostafrika 18)




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