Numismatik: Münzen aus der Zeit des Deutschen Kaiserreiches, von 1871 bis zum Untergang der Monarchie - Pfennige, Groschen, Mark, Münzen der deutschen Länder und Kolonien

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Numismatik: Münzen des Deutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1918/22

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Numismatik Deutsches Reich: Münzen im  Deutschen Reich, seinen Ländern und Kolonien, bis zur Währungsreform in der Weimarer Republik

Am 18. Januar 1871 wurde Preußens König Wilhelm I nach dem Sieg der Truppen der Deutschen Staaten unter Führung des Königreiches Preußen gegen Frankreich im Spiegelsaal von Versailles von den versammelten deutschen Fürsten zum deutschen Kaiser proklamiert. Damit war der Gründungsprozess des Deutschen Reiches abgeschlossen. Nach den Verträgen des Norddeutschen Bundes mit den süddeutschen Staaten hatte sich zuvor bereits der Deutsche Staatenbund gebildet, der nach dem Beschluss des Reichstages vom 9. Dezember 1870 den Namen "Deutsches Reich" erhielt. 

Zum Zeitpunkt seiner Einigung umfasste das Reich eine Fläche von 540.858 Quadratkilometern.

Das Gesetz vom 4. Dezember 1871 regelte für das gesamte Deutsche Reich, dass auf einheitlicher Grundlage Reichsgoldmünzen zu prägen seien. Aus 500 Gramm Feingold sollten 69 3/4 Stücke zu 20 Mark bzw. 139 1/2 Stücke zu 10 Mark geschlagen werden. Die Münzen sollten zu 90 Prozent aus Gold, zu 10 Prozent aus Kupfer bestehen. 10 Mark der neuen Währung entsprachen 3 1/3 alter preußischer Taler.

Doch erst im Juli 1873 folgte das Gesetz, dass eine einheitliche Münzprägung für den alltäglichen Zahlungsverkehr in den einzelnen Staaten ermöglichte. Stücke bis zu einer Mark hatten ein im ganzen Reich einheitliches Münzbild, die Gestaltung der größeren Silber- und Goldmünzen blieb Sache der 27 deutschen Länder, die in der Regel dann jeweils ihren Fürsten bzw. König darstellten. 

Geprägt wurde in den Münzstätten Berlin (A) Hannover (B, bis 1878), Frankfurt a.M. (C, bis 1879), München (D), Dresden (E, bis 1886), Muldenhütten (ab 1887 unter Münzstättenzeichen E), Stuttgart (F), Karlsruhe (G), Darmstadt (H, bis 1882) und Hamburg (J).

Als Literatur zu den Münzen dieser Zeit empfehle ich Günter Schön, Gerhard Schön: Kleiner Deutscher Münzkatalog von 1871 bis heute, (hier zitiert als "Schön") sowie  Arnold, Küthmann, Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute
(hier zitiert als "AKS"). Hintergrundinformationen bietet dazu Hans Schwenke: Deutsche Geldzeichen 1871 - 1914 (Berlin-Ost, 1980).

Hier gibt es einen Überblick über die Vorgänger-Münzen, die Münzen deutschen Münzen vor der Reichsgründung

Münzen der Staaten des "Deutschen Bundes" und des "Norddeutschen Bundes"

Hier nun ein Überblick über die einheitlichen Kleinmünzen des Deutschen Reiches:

1 Pfennig, 1875, Berlin (1873 - 1889, Schön 001)
2 Pfennig, 1875, Karlsruhe (1873 - 1877, Schön 002)
5 Pfennig, 1889, Berlin (1874 - 1889, Schön 003)
10 Pfennig, 1876, Berlin (1874 - 1889, Schön 004)
20 Pfennig, 1875, Berlin (1873 - 1877, Schön 005)
20 Pfennig, 1888, Berlin (1887 - 1888, Schön 006)
50 Pfennig, 1876, Hannover (1875 - 1877, Schön 007)
50 Pfennig, 1877, München (1877 - 1878, Schön 008)
1 Mark, 1875, Berlin (1873 - 1887, Schön 009)
1 Pfennig, 1894, Berlin (1890 - 1916, Schön 010)
2 Pfennig, 1906, Berlin (1904 - 1916, Schön 011)
5 Pfennig, 1909, Berlin (1890 - 1914, Schön 012)
10 Pfennig, 1904, Berlin (1890 - 1916, Schön 013)
20 Pfennig, 1892, Berlin (1890 - 1892, Schön 014)
25 Pfennig, 1909, Berlin (1909 - 1912, Schön 015)
50 Pfennig, 1903, Berlin (1896 - 1903, Schön 016)
1/2 Mark, 1912, Berlin (1905 - 1919, Schön 017)
1 Mark, 1904, Berlin (1891 - 1916, Schön 018)
1 Pfennig, 1917, Berlin (1916 - 1918, Schön 019)
5 Pfennig, 1921, Berlin (1915 - 1922, Schön 020)
10 Pfennig, 1917, Berlin (1915 - 1922, Schön 021)
10 Pfennig, 1918 (1917 - 1922, Schön 023)

Hier ein kleiner Überblick über die Münzprägungen einzelner Staaten, der Herzogtümer, Fürstentümer und Königreiche innerhalb des Deutschen Reiches. Diese Münzen waren im gesamten Reich gesetzliches Zahlungsmittel.

  Anhalt-Dessau, Herzogtum
Baden, Großherzogtum
Bayern, Königreich
  Braunschweig, Herzogtum
  Bremen, Freie Hansestadt
Hamburg, Freie und Hansestadt
  Hessen-Darmstadt, Großherzogtum
  Lippe, Fürstentum
  Lübeck, Freie und Hansestadt
  Mecklenburg-Schwerin, Großherzogtum
  Mecklenburg-Strelitz, Großherzogtum
  Oldenburg, Großherzogtum
Preußen, Königreich
  Reuß älterer Linie, Fürstentum
  Reuß jüngerer Linie, Fürstentum
Sachsen, Königreich
  Sachsen-Altenburg, Herzogtum
  Sachsen-Coburg-Gotha, Herzogtum
  Sachsen-Meiningen, Herzogtum
  Sachsen-Weimar, Großherzogtum
  Schaumburg-Lippe, Fürstentum
  Schwarzburg-Rudolfstadt, Fürstentum
  Schwarzburg-Sondershausen, Fürstentum
  Waldeck und Pyrmont, Fürstentum
Württemberg, Königreich

Wie auch die anderen europäischen Großmächte strebte das Deutsche Reich nach Kolonien in Übersee. Für diese Kolonien wurden eigene Münzen geprägt. Hier ein Überblick über die deutschen Kolonialprägungen:

  Deutsch-Kiautschou-Gebiet
  Deutsch-Neuguinea
Deutsch-Ostafrika

In der Zeit des ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 kam es schließlich zu Münzprägungen für die von deutschen Truppen besetzen Gebiete.

  Belgien
Oberbefehlshaber-Ost

Auch nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches blieb die alte Währung zunächst gültig, bis die Weimarer Republik auch ein neues Währungssystem geschaffen hatte.

Münzen der Weimarer Republik und des "Dritten Reiches"

 

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