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Deutsches Reich: Münzen aus der Zeit der Weimarer Republik
                        und des "Dritten Reichs" - von 1918 bis 1945


Der erste Weltkrieg endete 1918 mit der Niederlage des  Deutschen Kaiserreiches, mit dem Ende der Monarchie in Deutschland. Am 11. August 1918 verabschiedete die Nationalversammlung in Weimar die Verfassung der Republik.

Am 1. Januar 1933 wurde diese erste Demokratie auf deutschem Boden mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten zerschlagen. 12 Jahre später, am 9. Mai 1945, endete die Geschichte des Deutschen Reiches mit der bedingungslosen Kapitulation des Reiches vor den siegreichen Alliierten.

Der Weltkrieg I, Revolutionswirren, fehlende Autorität des Gesamtstaates zu Beginn der Republik und schließlich die Inflation führten dazu, dass in einigen Städten als Ersatz für fehlendes Geld für den alltäglichen Zahlungsverkehr regionale Notmünzen ausgegeben werden mussten. Vom Deutschen Reich abgetrennt wurde als Ergebnis des ersten Weltkrieges Danzig, das ab 15. November 1920 als Freie Stadt Danzig bis zu seinem Anschluss an das "3. Reich" am eine 1. September 1939 eine eigene Währung hatte.

Bereits während des 1. Weltkrieges hatte im Deutschen Reich eine Inflation begonnen, Zum Kriegsende hatte die Mark gegenüber der Vorkriegszeit schon die Hälfte ihrer Kaufkraft eingebüßt. 1919 setzte dann die so genannte Hyperinflation ein, die 1923 ihren Höhepunkt erreichte. Am 15. November 1923 wurde mit der Währungsreform die Inflation beendet. 1.000.000.000.000 (1 Billion) Reichsmark entsprachen einer Rentenmark, die in 100 Rentenpfennig unterteilt war. 1924, kurz vor einer weitreren Währungsumstellung, gab das Reichsministerium der Finanzen auf Goldwährung basierende Mark-Prägungen aus. Mit der Währungsumstellung vom 30. August 1924 ging man dann schließlich auf die Benennung Reichspfennig und Reichsmark über. Rentenmark und Reichsmark standen im Verhältnis 1:1.

Die Zerschlagung der Weimarer Demokratie durch die Nationalsozialisten brachte zunächst keine Änderungen im Währungssystem. Die Münzen der Weimarer Republik blieben gültiges Zahlungsmittel. Allerdings nutzten die Nationalsozialisten schon bald die Münzbilder der neu ausgeprägten Sorten zur Propagierung ihrer Ideologie, zum Beispiel durch die Umschriften, die Herausstellung bestimmter Ereignisse und schließlich auch durch den Einsatz des Hakenkreuzes auf den Zahlungsmitteln. Dazu gab es während des Krieges von 1939 bis 1945 eigene Münzen für die von den Nationalsozialisten besetzten Länder sowie die jüdischen Ghettos.

Geprägt wurde in den Münzstätten Berlin (A), Wien (B, 1938 - 1944), München (D), Muldenhütten (E), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J).

Als Literatur zu den Münzen dieser Zeit empfehle ich Günter Schön, Gerhard Schön: Kleiner Deutscher Münzkatalog von 1871 bis heute (hier zitiert als "Schön") sowie Arnold, Küthmann, Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute (hier zitiert als "AKS").

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Münzen aus dem Deutschen Reich - Kaiserreich



Vorangegangene Münzen aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs von 1871 - 1918

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Notmünzen in den Städten und Ländern der "Weimarer Republik"


Coblenz
Hamburg
Sachsen


Münzen der Freien Stadt Danzig


Münzen der Freien Stadt Danzig von 1920 bis 1939


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Münzen der "Weimarer Republik von 1919 bis 1932



50 Pfennig, 1921, Berlin (1919 - 1922, Schön 024)
3 Mark, 1922, Berlin (Schön, 025)


3 Mark, 1922, Berlin, Verfassungstag (1922/23, Schön, 026)


200 Mark, 1923, Berlin (Schön, 027)
500 Mark, 1923, Berlin (Schön, 028)
1 Rentenpfennig, 1923, Stuttgart (1923 - 1924, Schön 029)
2 Rentenpfennig, 1923, Berlin (1923 - 1924, Schön 030)
5 Rentenpfennig, 1924, Muldenhütten (1923 - 1924, Schön 031)
10 Rentenpfennig, 1923, Berlin (1923 - 1924, Schön 032)
50 Rentenpfennig, 1924, Berlin (1923 - 1924, Schön 033)
1 Mark, 1924, Stuttgart (1924 - 1925, Schön 034)
1 Reichspfennig, 1924, Berlin (1924 - 1936, Schön 036)
2 Reichspfennig, 1925, Berlin (1924 - 1936, Schön 037)
4 Reichspfennig, 1932, Berlin (1932, Schön 038)
5 Reichspfennig, 1924, Hamburg (1924 - 1936, Schön 039)
10 Reichspfennig, 1925, Berlin (1924 - 1936, Schön 040)
50 Reichspfennig, 1930, Berlin (1927 - 1938, Schön, 042)
3 Reichsmark, 1925, Muldenhütten, 1000 Jahre Rheinlande (Schön 047)


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Münzen des "3. Reiches" von 1933 bis 1945


2 Reichsmark, 1933, Berlin, Martin Luther (Schön 075)
50 Reichspfennig, 1935, Hamburg (Schön 079)
1 Reichsmark, 1935, Berlin (1933 - 1939, Schön 080)
2 Reichsmark, 1934, Berlin, Tag v. Potsdam, 21.3.1933, Garnisonskirche (Schön 081)
5 Reichsmark, 1934, Berlin, Tag v. Potsdam, 21.3.1933, Garnisonskirche (Schön 082)
5 Reichsmark, 1935, Berlin, Garnisonskirche (1934 - 1935, Schön 083)
5 Reichsmark, 1936, München, Hindenburg (1935 - 1936, Schön 084)
1 Reichspfennig, 1938, Berlin (1936 - 1940, Schön 085)
2 Reichspfennig, 1939, Berlin (1936 - 1940, Schön 086)
5 Reichspfennig, 1939, Berlin (1936 - 1939, Schön 087)
10 Reichspfennig, 1938, Berlin (1936 - 1939, Schön 088)
2 Reichsmark, 1938, München (1936 - 1939, Schön 090)
5 Reichsmark, 1936, Berlin (1936 - 1939, Schön 091)
1 Reichspfennig, 1940, München (1940 - 1945, Schön 092)
5 Reichspfennig, 1940, Wien (1940 - 1945, Schön 093)
10 Reichspfennig, 1943, Berlin (1940 - 1945, Schön 094)
50 Reichspfennig, 1939, Berlin (1939 - 1944, Schön 095)                     


Münzen der von Deutschland im 2. Weltkrieg besetzen Gebiete und Ghettos


Ausgaben der Reichskreditkasse
Protektorat Böhmen und Mähren
Ghetto Litzmannstadt


Münzen im geteilten Nachkriegs-Deutschland



Nachfolgende Münzen im geteilten Nachkriegs-Deutschland, unter alliierter Besatzung, im "Vereinigten Wirtschaftsgebiet", der späteren Bundesrepublik, im Saarland und der DDR