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Nachkriegsdeutschland: Münzen aus der Zeit von 1945 bis 1990 - von der alliierten Militärregierung, dem "Vereinigten Wirtschaftsgebiet", Saarland, SBZ und DDR


Der Weltkrieg II endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches - und damit dem faktischen Ende des einheitlichen deutschen Staates.

Bereits auf den Konferenzen von Teheran und Jalta hatten die Alliierten beschlossen, Deutschland in Besatzungszonen aufzuteilen. Zwar war die Teilung Deutschlands in zwei Staaten nie das erklärte Ziel der westlichen Siegermächte     USA, Großbritannien und Frankreich sowie der Sowjetunion, aber die zunehmenden Spannungen zwischen den westlichen Siegermächten und der Sowjetunion, der Ende der 40er Jahre ausbrechende Kalte Krieg führten genau zu diesem Ergebnis.

Doch zunächst existierte das Deutsche Reich zumindest formal fort, wenn es nun auch eine alliierte
Militärregierung hatte, in deren Namen auch eigene Münzen ausgegeben wurden.

Aus der amerikanischen und britischen Besatzungszone wurde zunächst die so genannte Bizone, die dann um das französische Besatzungsgebiet zur Trizone erweitert wurde. In diesem "Vereinigten Wirtschaftsgebiet", der späteren Bundesrepublik Deutschland, wurde schon bald eine Währungsreform in Angriff genommen, die D-Mark vorerst im Namen der Bank deutscher Länder ausgegeben.

Die französische Besatzungsmacht hatte 1946 das Saarland aus ihrer Besatzungszone ausgegliedert und sowohl wirtschaftlich wie politisch mit Frankreich verbunden. 1954 kam es zur Vereinbarung eines europäischen Saarstatuts. Nach einer Volksabstimmung im Oktober 1955 schloss sich das Saarland am 1. Januar 1957 der Bundesrepublik Deutschland an. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Saarland eine eigene Währung.

In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurden ab 1945 mit Reformen zur Umgestaltung des Landes nach sowjetischem Vorbild eingeleitet. Entsprechend verlief die politische wie wirtschaftliche Entwicklung im Osten Deutschlands konträr zur Entwicklung in den Westzonen. Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland in den Westzonen im Mai 1949 wurde am 7. Oktober 1949 in der SBZ die Deutsche Demokratische Republik ausgerufen. Am 11. Oktober übertrug die Sowjetische Militäradministration der neu gebildeten DDR-Regierung die Verwaltungsaufgaben.

Nach den demokratischen Volkskammerwahlen am 18. März 1990 schlossen sich die gerade gegründeten Länder der DDR mit Wirkung zum 3. Oktober 1990 der Bundesrepublik Deutschland an. Bereits am 1. Juli 1990 hatten DDR und Bundesrepublik eine Währungsunion gebildet.

Als Literatur zu den Münzen dieser Zeit empfehle ich Günter Schön, Gerhard Schön: Kleiner Deutscher     Münzkatalog von 1871 bis heute (hier zitiert als "Schön") sowie Arnold, Küthmann, Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute (hier zitiert als "AKS").


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Die Münzen Deutschlands unter der alliierten Militärregierung





Die Münzen der Bank Deutscher Länder im Vereinigten Wirtschaftsgebiet










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