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Münzen des Saarlandes nach seiner Herauslösung aus dem Deutschen Reich bis zum Anschluss an die Bundesrepublik Deutschland


Die französische Besatzungsmacht hatte 1946 das Saarland aus ihrer Besatzungszone ausgegliedert und sowohl wirtschaftlich wie politisch mit Frankreich verbunden. Im Saarland wurde die französische Währung eingeführt.

1954 kam es - im Zusammenhang mit der Gründung der Westeuropäischen Union (WEU) zur Vereinbarung eines europäischen Saarstatuts, das eine Autonomie des Saarlandes (1950 948.000 Einwohner auf einer Fläche von 2.559 Quadratkilometern, Hauptstadt Saarbrücken) unter französischer Hoheit vorsah. Die saarländische Bevölkerung lehnte in einer Volksabstimmung im Oktober 1955 dieses Statut jedoch ab und votierte mit großer Mehrheit für eine Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland.Diese Vereinigung wurde am 1. Januar 1957 vollzogen.

Nach Vereinbarung des Saarstatuts wurden nach dem Münzgesetz vom 7. Juli 1954 für das Saarland eigene Münzen geprägt. Währung war der Franken - orientiert am Franc - der im Saarland auch nach der Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland bis zum 6. Juli 1959 gültiges Zahlungsmittel blieb. 1959 wurde der Franken auf der Basis 100 Franken gleich 0,8507 DM umgetauscht. Geprägt wurden die saarländischen Franken in Paris.

Als Literatur zu den Münzen dieser Zeit empfehle ich Günter Schön, Gerhard Schön: Kleiner Deutscher Münzkatalog von 1871 bis heute (hier zitiert als "Schön") sowie Arnold, Küthmann, Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute (hier zitiert als "AKS").


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Münzen des Saarlandes





10 Franken, 1954 (Schön, Saarland 1)






20 Franken, 1954 (Schön, Saarland 2)






50 Franken, 1954 (Schön, Saarland 3)






100 Franken, 1955 (Schön, Saarland 4)





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