Die Münzen des Heiligen Römischen Reiches vom Mittelalter bis zu seinem Untergang in den Napoleonischen Kriegen, Münzen der Kaiser, Reichskreise und der prägeberechtigten Stände - vom Denar zum Taler

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Numismatik: Münzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation

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Münzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation - vom  Fränkischen Kaiserreich zum Sacrum Romanum Imperium Nationis Germinicae bis zu seiner Auflösung 1806

Die Bezeichnung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation" (Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicae) taucht im Spätmittelalter auf als der gebräuchliche Name auf für das Kaiserreich, das sich auf der östlichen Hälfte des von Karl dem Großen um 800 gegründete Fränkische Kaiserreich entwickelte. Als Name wird der Begriff erstmals im Jahr 962 fest genutzt, wird dann bis zum Jahr 1806, dem Siegeszug Napoleons durch Europa, beibehalten.

Im Jahr 794 erließ Karl der Große für sein Fränkisches Reich die Order, dass als einheitliche Münze die "Denare" zu kursieren hätten. Ein "Karlspfund" Silber von 408 Gramm hatte 240 Denare (Silberpfennige) oder - als reine Recheneinheit - 20 Schillinge. Bis ins hohe Mittelalter hinein blieb der Denar die einzige in den deutschen Landen tatsächlich geprägte Münze. Allerdings wird im 11./12. Jahrhundert das "Karlspfund" durch die "Mark" abgelöst. Eine "Mark" enthält nun 16 Schillinge, der Schillinge 12 Pfennige bzw. Denare.

Im süddeutschen Raum entstand im 14 Jahrhundert ein auf dem Gulden basierendes Währungssystem, wobei der Gulden 20 Albusse (Weißpfennige) enthielt, der Pfennig zwei Heller zählte. 1486 schließlich wurde in der Grafschaft Tirol erstmals der "Guldiner" geprägt, der später als "Thaler" seinen Siegeszug antreten sollte.

Die tatsächliche politische Zersplitterung des Reiches verhindert allerdings eine einheitliche Münzprägung. Die Gültigkeit der jeweils umlaufenden Währung beschränkt sich auf die jeweilige Herrschaft, oft auch nur auf einen Tel dieser Herrschaft.

Als Literatur zu den Münzen dieser Epoche empfehle ich für den schnellen Überblick Gerhard Schön: Weltmünzkatalog des 18. Jahrhunderts, (hier zitiert als "Schön"), krause publications: Standard Catalog of German Coins (hier zitiert als "Krause"), Gerd-Volker Weege: Deutsche Münzen 800 - 2001 (hier zitiert als "Weege") sowie Gerald Reppa: 1000 Jahre Deutsche Münzgeschichte - Vom Denar zum Euro (zitiert als "Reppa"). Einen Überblick über die prägeberechtigten Stände und Regionen sowie die einzelnen Herrschscher findet man bei Bernhard Prokisch: Grunddaten zur europäischen Münzprägung der Neuzeit ca. 1500 - bis 1990, Band 2. Die Auflistung der prägeberechtigten Stände und Territorien erfolgt hier - im wesentlichen - nach Prokisch.

Hier nun ein kleiner Überblick über die Münzprägungen der Kreise des Heiligen Römischen Reiches und einige der in ihnen vereinigten prägeberechtigten weitgehend souveränen Landesteile sowie etwa durch Personalunion verbundene Territorien.

Österreichisch-Böhmischer Kreis

Haus Österreich
  Kärnten (Herzogtum)
  Burgau (Markgrafschaft)
  Olmütz (Bistum/Erzbistum)
  Österreichische Niederlande (Herzogtum)

Bayrischer Kreis

  Bayern (Herzogtum/Kurfürstentum)
  Regensburg (Reichsstadt)

Fränkischer Kreis

  Brandenburg-Bayreuth (Markgrafschaft)
  Brandenburg-Ansbach II (Markgrafschaft)
  Nürnberg (Reichsstadt)
  Würzburg (Bistum)

Schwäbischer Kreis

  Hall am Kocher/Schwäbisch-Hall (Reichsstadt)

Burgundischer Kreis

Oberrheinischer Kreis

  Hessen-Kassel (Landgrafschaft)

Kurrheinischer Kreis

  Köln (Erzbistum/geistliches Kurfürstentum)
  Mainz (Erzbistum/geistliches Fürstentum)

Niederrheinisch-Westfälischer Kreis

  Bocholt (Stadt)
  Lüttich (Bistum)
  Münster (Bistum)
  Münster (Stadt)
  Nassau-Oranien (Fürstentum)
  Sayn-Altenkirchen (Grafschaft)
  Schaumburg (Grafschaft, Anteil Hessen-Kassel)

Niedersächsischer Kreis

  Braunschweig-Lüneburg-Calenberg (Fürstentum, 1692 Kurfürstentum)
  Braunschweig-Lüneburg-Celle (Herzogtum)
  Braunschweig-Wolfenbüttel (Herzogtum)
  Bremen (Reichsstadt)
  Einbeck (auch Eimbeck, Stadt)
  Hamburg (Reichsstadt)
  Hildesheim (Stadt)
  Lübeck (Reichsstadt)
  Mecklenburg-Schwerin (Herzogtum)
  Mecklenburg-Strelitz (Herzogtum)
  Rostock (Stadt)
  Schleswig-Holstein-Gottorp (Herzogtum)

Obersächsischer Kreis und Lausitz

  Anhalt-Zerbst (Fürstentum)
Brandenburg (Markgrafschaft und Kurfürstentum): Slawische Zeit - Askanische Zeit - Wittelsbacher und Luxemburger - Hohenzollern
  Erfurt (Stadt)
  Pommern (Herzogtum, schwedische Besitzung)
Preußen (Königreich ab 1701)
  Sachsen (Kurfürstentum)
  Polen unter sächsischer Herrschaft
  Sachsen-Weimar-Eisenach (Herzogtum)
  Sachsen-Gotha-Altenburg (Herzogtum)
  Sachsen-Hildburghausen (Herzogtum)
  Schwarzburg-Sonderhausen (Grafschaft)

 

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